Aktuell
10.06.2026
Ausschüttung von Gewinnen aus der Zeit vor Auflösung der Gesellschaft nach Liquidationsbeginn
Im Zusammenhang mit der Erstattung von Kapitalertragsteuer
auf Gewinnausschüttungen einer inländischen Tochterkapitalgesellschaft an ihre
EU-Muttergesellschaft hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass diese
Ausschüttungen nicht nach § 43b Abs. 1 Satz 4 des Einkommensteuergesetzes
(EStG) von der Steuerentlastung ausgeschlossen sind, wenn es sich um Gewinne
handelt, die zwar nach Liquidationsbeginn der Tochtergesellschaft ausgeschüttet
werden, aber in der Zeit vor der Eröffnung des Liquidationsverfahrens
entstanden sind. Auf solche Gewinnausschüttungen einbehaltene und abgeführte
Abzugssteuern sind also vollständig zu erstatten. Die Entscheidung beruht auf
einer richtlinienkonformen Auslegung richtlinienkonformen Auslegung von § 43b
Abs. 1 Satz 4 EStG nach Maßgabe der Mutter-Tochter-Richtlinie (MTR) und trägt
zur Rechtsklarheit in grenzüberschreitenden Unternehmensstrukturen bei.
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09.06.2026
Steuerfreiheit von Corona-Sonderzahlungen
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass
Corona-Sonderzahlungen auch bei Anrechnung auf andere freiwillige
Arbeitgeberleistungen steuerfrei sind. Voraussetzung ist allerdings, dass die
Zahlungen vom Arbeitgeber zweckbestimmt zur Abmilderung der Belastungen durch
die Corona-Krise gewährt werden. Eine konkrete (individuelle) Belastung der
begünstigten Arbeitnehmer durch die Corona-Krise ist nicht erforderlich.
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08.06.2026
Werbevertrag eines Fußballers führt nicht automatisch zu Gewerbeeinkünften
Die Werbetätigkeit eines Fußballspielers als
»Markenbotschafter« führt für sich genommen noch nicht zu einer gewerblichen
Tätigkeit, wenn durch Honorarzahlungen ausschließlich besondere Leistungen und
Erfolge im Bereich des Fußballsports vergütet werden.
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04.06.2026
Gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Hotelzimmermieten bei einem Veranstalter für Konferenzen, Events und Reisen
Nicht jeder Aufwand für die Anmietung von Hotelzimmern ist dem
Gewinn aus Gewerbebetrieb hinzurechnen. Voraussetzung für die Hinzurechnung
nach § 8 Nr. 1 Buchst. e des Gewerbesteuergesetzes in der für den
Erhebungszeitraum 2011 geltenden Fassung (GewStG) wäre, dass die Hotelzimmer
dem (fiktiven) Anlagevermögen des anmietenden Gewerbebetriebs zuzuordnen sind.
Ob eine solche Zuordnung zu erfolgen hat, hängt von den Umständen des
Einzelfalles ab.
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03.06.2026
Vollverzinsung nach § 233a der Abgabenordnung (AO) verstößt nicht gegen das Unionsrecht
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass die
Vollverzinsung der Umsatzsteuer gemäß § 233a AO nicht gegen das Unionsrecht
verstößt.
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02.06.2026
Änderung bei der steuerlichen Behandlung von außerordentlichen Einkünften ab dem Veranlagungszeitraum 2025
Außerordentliche Einkünfte, wie zum Beispiel Abfindungen
oder Arbeitslohn für mehrere Jahre, die unter die Tarifermäßigung nach § 34
Einkommensteuergesetz fallen, werden ab dem Veranlagungszeitraum 2025 nicht
mehr im Lohnsteuerabzugsverfahren berücksichtigt. Darauf weist das Thüringer
Finanzministerium hin.
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01.06.2026
Gesetzentwurf für höhere Besteuerung von Kryptowerten
Die Haltefrist bei Kryptowerten im Steuerrecht soll
entfallen. Das sieht ein Gesetzentwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vor ().
Die Abgeordneten wollen Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften von
Krypotwerten unabhängig von der Haltedauer mit dem persönlichen
Einkommensteuersatz besteuern.
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