Aktuell
05.08.2026
Die wichtigsten Steuern im internationalen Vergleich 2025
Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat eine Neuauflage der Broschüre »Die wichtigsten Steuern im internationalen Vergleich« veröffentlicht, die einen Überblick über zentrale steuerpolitische Indikatoren in EU- und einigen anderen ausgewählten Industriestaaten gibt.
Die Übersichten und Grafiken beschreiben den Rechtsstand zum Ende des Jahres 2025. Angekündigte oder beschlossene Maßnahmen, die sich erst ab dem Jahr 2026 auswirken, sind in den Übersichten und Grafiken noch nicht erfasst.
Die Auswirkungen anhaltender internationaler Konflikte und multipler Krisen, schreibt das BMF, belasten die deutsche Wirtschaft im siebten Jahr in Folge. Daneben bestehen große strukturelle Herausforderungen, die das volkswirtschaftliche Wachstumspotenzial hemmen. Um eine Rückkehr auf den Wachstumskurs zu erreichen, legt die Bundesregierung den Schwerpunkt auf die Erhöhung privater und öffentlicher Investitionen, eine Modernisierung des Arbeitsmarkts und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmen in Deutschland.
Im Bereich der Finanzpolitik spielen Bürokratie, Steuern und Sozialabgaben eine wichtige Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Steuern, Sozialabgaben und Sozialleistungen beeinflussen das Arbeitsangebot und können im Zusammenspiel teilweise zu Fehlanreizen im Arbeitsmarkt führen. Die steuerliche Belastung und der damit verbundene bürokratische Aufwand für Unternehmen kann sich auch auf Investitionsanreize und Innovationstätigkeit auswirken.
In Deutschland sind sowohl die Steuersätze für Unternehmensgewinne als auch die Steuer- und Abgabenbelastung des Faktors Arbeit im internationalen Vergleich hoch. Die Bundesregierung hat deswegen im Jahr 2025 das steuerliche Investitionssofortprogramm umgesetzt, das schnell wirksame Investitionsanreize setzt und die steuerliche Belastung langfristig senkt. Zur nachhaltigen Stärkung des Wirtschaftsstandorts wird außerdem das Unternehmenssteuerrecht kontinuierlich fortentwickelt. Daneben laufen Arbeiten an einer Einkommensteuerreform zur Entlastung geringer und mittlerer Einkommen, die auch Wachstumsimpulse für die deutsche Wirtschaft setzten soll. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Handlungsfähigkeit in der Zukunft bedarf es außerdem einer Überprüfung der Förderpolitik. Über konkrete Maßnahmen zum Subventionsabbau soll noch im Jahr 2026 entschieden werden.