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Existenzgründungs-Handbuch
Während die Ablauforganisation die konkrete
Gestaltung der betrieblichen Tätigkeiten betrifft, gibt die
Aufbauorganisation die arbeitsteilige Gliederung des Betriebs wieder
(funktionale Organisation). Jedem Mitarbeiter ist eine Stelle zugewiesen,
auf der er eine Aufgabe erfüllt. Die Aufbauorganisation beschreibt die
Arbeitsteilung untereinander und die Hierarchie der
Entscheidungsbefugnisse. Zentrale Kategorien der Aufbauorganisation sind
Das wichtigste Problem der Aufbauorganisation ist es, zwischen den einzelnen arbeitsteiligen Tätigkeiten und dem gesamten Betriebszweck die richtige Vermittlung zu schaffen. Dabei steht die Frage der Zentralisation oder Dezentralisation im Vordergrund. Je nach Organisationszweck sollten Aufgaben eher zentralisiert oder dezentralisiert realisiert werden: Verrichtungen werden zentralisiert, wenn gleichartige Tätigkeiten organisatorisch zusammengefasst werden (Werkstatt, Schreibbüro). Objektzentralisation bedeutet, Betriebsmittel und Tätigkeiten nach gleichartigen Arbeitsgegenständen zusammenzufassen (Fließfertigung). Mit Entscheidungszentralisation ist die Bildung von Entscheidungshierarchien im Einliniensystem oder Mehrliniensystem gemeint. Die Zentralisation bietet im Regelfall Produktivitätsvorteile durch Spezialisierung. Dezentralisation ist in Bezug auf Verrichtungen (job enlargement), Objekte (Gruppenarbeit) und Entscheidungen (Delegation) möglich. Dezentrale Organisationsformen führen häufig zu mehr Flexibilität und Kundennähe. Ihre Grenzen liegen dort, wo die fachlichen Anforderungen an die Bearbeitung nicht mehr erfüllt werden können, weil dem einzelnen Mitarbeiter ein zu breites Spektrum an Arbeiten, Arbeitsgegenständen oder Entscheidungen abverlangt werden. Die Aufbauorganisation entsteht zumeist als funktionale Organisation und lässt sich in einem Organisationsschaubild (Organigramm) darstellen.
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