Organisation » Autorität:
Unter
Autorität wird das durch Macht oder Können erworbene Ansehen
einer Führungskraft verstanden.
Der Begriff kann aber auch eine
soziale Einflussbeziehung zwischen Personen bezeichnen, die sich als deren
wechselseitiges Beziehungsverhältnis darstellt.
Autorität basiert
auf
- der personalen Autorität und / oder
- der formalen Autorität und / oder
- der
funktionalen Autorität,
die sich wechselseitig
ergänzen und die die Autorität der Gesamtpersönlichkeit ergeben.
Hinsichtlich der effizienten und Zufriedenheit schaffenden Führung von
Mitarbeitern kommt der personalen und der funktionalen Autorität ein
überragendes Maß an Bedeutung zu. Verfügt ein Vorgesetzter über gute
fachliche Kenntnisse, weist aber gravierende menschliche Schwächen und
charakterliche Mängel auf, die einer Eignung als Führungskraft entgegen
stehen, dann ist seine Autorität gefährdet.
Der umgekehrte Fall
ist ebenso problematisch: Besitzt eine Führungskraft zwar die notwendige
persönliche Ausstrahlung aber fehlt es ihr an soliden fachlichen
Kenntnisse, so untergräbt dies ebenfalls ihre Autorität.
- Die persönliche Autorität einer Führungskraft liegt in ihren
individuellen charakterlichen Eigenschaften begründet. Es sind vor allem
solche charakterlichen Züge wie Ausstrahlungskraft, persönliche Reife und
Integrität, Charisma, Aufgeschlossenheit und Zugänglichkeit, die die
Autorität einer Person begründen auch wenn diese über keine formale
Autorität verfügt.
- Die formale Autorität leitet
sich aus der Unternehmensverfassung
und der formalen Organisationsstruktur eines Unternehmens ab. Sie wächst
dem Inhaber einer Stelle in der Hierarchie eines Unternehmens aus seinem
Amt heraus zu und wird auf Grund von Entscheidungs- und Weisungsbefugnissen
ausgeübt. Man bezeichnet sie daher auch als 'positionale' Autorität.
- Die funktionale Autorität resultiert aus der
fachlichen Qualifikation einer Führungskraft. Sie entsteht aus dem Wissen
und Können einer Person auf einem oder mehreren Fachgebieten. Man
verwendet die Begriffe Fachautorität, Expertenautorität oder Sachautorität
als Synonyme.
Ein Übermaß an autoritärem Verhalten
(beispielsweise in einem ausgeprägt autoritären Führungsstil) fordert von
den Mitarbeitern eine völlige Identifikation mit der Gruppe und führt
letztlich zu einem inflexiblen, machthörigen Verhalten der Mitarbeiter,
das die Arbeitszufriedenheit und die erzielten Arbeitsergebnisse ungünstig
beeinflusst.