EU-Kommission will Steuerschlupflöcher für Unternehmen stopfen
Die Europäische Kommission geht auf die Suche nach ungewollten Steuerschlupflöchern für Unternehmen.
Steuerkommissar Algirdas Semeta startete dazu am Mittwoch eine öffentliche Anhörung, die bis Ende des Jahres zu konkreten Vorschlägen führen soll.
Dabei geht es um die Nichtbesteuerung bestimmter Einnahmen von Unternehmen, die in mehreren EU-Staaten aktiv sind. Weil die Steuersysteme der 27 EU-Staaten unterschiedlich funktionieren, lassen sich durch das geschickte Verlagern von Einnahmen Steuerschlupflöcher durch eine sog. doppelte Nichtbesteuerung finden. Unternehmen, die nur in einem Land aktiv sind, müssen auf ähnliche Einnahmen dagegen oft Steuern zahlen.
"Gerechtigkeit ist das oberste Gebot unserer Steuerpolitik", sagte Semeta. "Eine doppelte Nichtbesteuerung untergräbt die faire Lastenteilung und gibt Unternehmen, die sie ausnutzen, einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil."
Quelle: Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 29.02.2012
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