Steuerberaterin
Beate Neuenhausen

40477 Düsseldorf · Schlossstr. 70
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Existenzgründungs-Handbuch

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Krankenversicherung: « Vorheriges Thema (Kosten- und Leistungsrechnung)Nächstes Thema » (Kündigung von Arbeitnehmern)

1. Einführung

Obwohl Selbstständige vom Gesetzgeber nicht in die Krankenversicherungspflicht einbezogen worden sind, haben Sie und Ihre Familienmitglieder dennoch die Möglichkeit, sich in der gesetzlichen Krankenversicherung zu versichern.

Sind Sie schon bisher freiwillig versichert gewesen, z.B. weil Sie wegen der Höhe Ihres Gehaltes in einem Arbeitsverhältnis nicht mehr krankenversicherungspflichtig waren, können Sie diese private Versicherung natürlich fortsetzen. Wollen Sie als Selbstständiger die Krankenkasse wechseln, müssen Sie in diesem Fall eine Kündigungsfrist von zwei Monaten einhalten.

Waren Sie bisher als Familienangehöriger versichert, z.B. beim Ehegatten oder einem Elternteil, so ist eine bestimmte Vorversicherungszeit nicht erforderlich. Auch in diesem Fall ist ein Wechsel zu einer anderen Krankenkasse möglich.

2. Wie hoch ist der Beitrag für die freiwillige Versicherung?

Die Beiträge für Selbstständige werden grundsätzlich aus der Beitragsbemessungsgrenze berechnet. Diese Grenze beträgt im Jahr 2011 monatlich 3.712,50 EUR bzw. 44.550,00 EUR im Jahr und gilt einheitlich sowohl in den alten als auch in den neuen Bundesländern. Aus diesem Wert werden anhand des jeweiligen Beitragssatzes die Beiträge errechnet.

Der Beitragssatz richtet sich nach dem gewählten Krankengeldanspruch.

Nun verfügen sicherlich nicht alle Selbstständigen über ein entsprechendes Einkommen, insbesondere zu Beginn der Tätigkeit. Daher ist auch eine einnahmeorientierte Beitragseinstufung möglich. Hierfür müssen Sie den Nachweis eines geringeren Einkommens erbringen.

Dies geschieht in der Regel durch die Vorlage des Einkommensteuerbescheides. Wenn Sie sich erst selbstständig gemacht haben, und daher noch keinen Einkommensnachweis erbringen können, genügt eine gewissenhafte Schätzung des Einkommens. Für die Beitragsbemessung von Selbstständigen wurde allerdings im Gesetz eine Untergrenze in Höhe von 75 % der monatlichen Bezugsgröße festgelegt.

Die Bezugsgröße wird anhand der durchschnittlichen Einkommensentwicklung jährlich neu festgesetzt. Sie beträgt für 2011 in allen Bundesländern 2.555,00 EUR.

Die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge für freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherte Selbstständige werden 2011 demnach also mindestens aus monatlich 1.916,25 EUR (West und Ost) berechnet. Dies gilt grundsätzlich auch dann, wenn das tatsächliche Einkommen niedriger ist.

3. Ist eine private Krankenversicherung nicht günstiger?

Als Selbstständiger sind Sie nicht krankenversicherungspflichtig. Sie haben also die Möglichkeit zu wählen: Entweder die freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung - der GKV - oder eine private Krankenversicherung - die PKV.

Auf jeden Fall sollten Sie sich vor Ihrer endgültigen Entscheidung sorgfältig und individuell von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Geschäftsstellen beraten lassen. Auch ist für freiwillig Versicherte unbedingt zu prüfen, ob ein Krankentagegeld eingeschlossen ist; andernfalls ist es ratsam, eine Zusatzversicherung abzuschließen. Eine Zusatzversicherung kann auch bei einem Auslandsaufenthalt erforderlich sein. Wer eine Privatbehandlung im Krankenhaus wünscht, sollte hierfür ebenfalls eine private Zusatzversicherung abschließen.


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