Existenzgründungs-Handbuch

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1. Allgemein

Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ist Bestandteil des Jahresabschlusses und als solche eine Gegenüberstellung der Aufwendungen und Erträge des Unternehmens am Ende des Geschäftsjahres. Der Saldo zwischen Erträgen und Aufwendungen zeigt den Jahreserfolg (Gewinn oder Verlust) des Unternehmens an, es wird daher bei der Gewinn- und Verlustrechnung auch von der Erfolgsrechnung gesprochen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung liefert eine detaillierte Unterteilung des Jahresüberschusses oder -fehlbetrages in die Ertrags- und Aufwandsdaten, wodurch ein Außenstehender erst einen Einblick in die Ertragslage des Unternehmens gewinnt.

2. Gliederung

Für Einzelunternehmen und Personengesellschaften gibt es keine detaillierten Vorschriften für die Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung; es müssen lediglich die Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung (Ordnungsmäßigkeit der Bilanzierung) eingehalten werden.

Bei Kapitalgesellschaften hat die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform zu erfolgen (§ 275 HGB). Sachlich zusammengehörende Aufwands- und Ertragspositionen können dabei zusammengefasst und die entsprechenden Zwischensummen z.B. als Betriebsergebnis, Finanzergebnis, Geschäftsergebnis oder außerordentliches Ergebnis ausgewiesen werden.

Es kann zwischen zwei Gliederungsschemata gewählt werden (§ 275 Abs. 1 HGB):

Die Wahl des Gliederungsschemas stellt für das Unternehmen eine strategische Entscheidung dar. Dabei sind die wesentlichen Unterschiede der beiden Verfahren zu berücksichtigen:

3. Allgemeine Grundsätze der Gliederungsverfahren

Bei beiden Gliederungsverfahren sind allgemeine Grundsätze zu beachten:


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