Steuer-Lexikon

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1. Allgemeines

Für die Besteuerung von Reiseleistungen wurde mit der Vorschrift des § 25 UStG ein besonderes Besteuerungsverfahren eingeführt. Dieses hat seinen Ursprung in den Vorgaben des Art. 26 der 6. EG-Richtlinie, welche mit dem UStG 1980 umgesetzt worden sind.
Durch dieses Besteuerungsverfahren wird die Umsatzbesteuerung von grenzüberschreitenden Reiseleistungen vereinfacht, denn ansonsten müssten Reiseveranstalter u.U. in allen EU-Mitgliedstaaten Umsätze versteuern und Vorsteuern gelten machen.
§ 25 UStG geht als Spezialvorschrift den allgemeinen Vorschriften des UStG vor.

2. Geltungsbereich

Die Vorschrift gilt für alle Unternehmer, die Reiseleistungen im Sinne des § 25 UStG erbringen. Es ist nicht erforderlich, dass diese Leistungen zum eigentlichen Gegenstand des Unternehmens gehören; auch die gelegentliche Erbringung von solchen Leistungen ist nach § 25 UStG zu besteuern.

Beispiel:
Der Bauunternehmer Stein gewährt einmal im Jahr seinen besten Arbeitnehmern eine verbilligte Urlaubsreise, die er beim örtlichen Reisebüro eingekauft hat.

Lösung:

Die Umsatzversteuerung dieser Urlaubsreisen ist nach § 25 UStG vorzunehmen.


3. Begriff

Als Reiseleistungen im Sinne des § 25 UStG sind insbesondere die folgenden Leistungen anzusehen:

Die Leistungen können sowohl zusammengefasst als Pauschalreisen wie auch als Einzelleistungen (z.B. nur die Vermietung eines Ferienhauses ohne weitere sonstige Leistungen) erbracht werden.
Reine Vermittlungsleistungen sind nach den allgemeinen Vorschriften des UStG zu versteuern (Reiseleistungen - Vermittlung). Hier greift § 25 UStG nicht.

4. Voraussetzungen

Die Versteuerung der Reiseleistungen kann nur dann nach § 25 UStG erfolgen, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

5. Folgen


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