Existenzgründungs-Handbuch

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Gemäß § 25 EStG wird die Einkommensteuer nach dem Ablauf des Kalenderjahres nach dem Einkommen veranlagt, dass der Steuerpflichtige in diesem Veranlagungszeitraum bezogen hat.
Der Ausdruck "Veranlagung" i.S.d. Einkommensteuergesetzes bezeichnet die Ermittlung der Höhe der zu zahlenden Steuer.

Die Einkommensteuer ist eine an die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer natürlichen Person anknüpfende direkte Personensteuer.

Bei Personengesellschaften (Wahl der Rechtsform) wird der Gewinn jeweils den Gesellschaftern zugerechnet und dort als Einkommen besteuert. Kapitalgesellschaften haben als Pendant zur Einkommensteuer die Körperschaftsteuer zu zahlen. Die Einkommensteuer wird auf folgende sieben Einkunftsarten erhoben:

Diese sieben Einkunftsarten werden wiederum in zwei Gruppen eingeteilt:

Einkünfte anderer Einkunftsarten unterliegen nicht der Besteuerung. Die Lohnsteuer und die Kapitalertragsteuer sind lediglich Erhebungsformen der Einkommensteuer. Die mit der Einkommensteuer erzielten Einnahmen gehen jeweils hälftig an den Bund und die Länder.

Bei den Gewinneinkünften werden die zur Gewinnerzielung eingesetzten Wirtschaftsgüter Betriebsvermögen.

Die Einkommensteuer wird grundsätzlich für das Kalenderjahr ermittelt. Gewerbetreibende, die im Handelsregister eingetragen sind, können ein von dem Kalenderjahr abweichendes Wirtschaftsjahr wählen.

Beispiel:
Kaufmann A wählt das Wirtschaftsjahr 01.07. - 30.06.


Einkünfte aus Gewerbebetrieb müssen folgende vier Kriterien erfüllen:

Bei Selbstständigen reduziert sich das erzielte Einkommen durch die Betriebsausgaben sowie die Sonderausgaben und die außergewöhnlichen Belastungen.

Wirtschaftsgüter, die einen 400,00 EUR netto übersteigenden Anschaffungswert haben, sind abzuschreiben. Die Dauer der Abschreibung richtet sich nach den sogenannten AfA-Tabellen, in denen für jedes Wirtschaftsgut bestimmte Abschreibungszeiten festgesetzt werden.

Sonderausgaben sind bei Selbstständigen Ausgaben, die keine Betriebsausgaben sind. Es sind private Ausgaben, die aufgrund der Entscheidung des Gesetzgebers steuerlich absetzbar sind. Sie sind auf die im Gesetz genannten Kosten begrenzt. Darunter fallen gemäß § 10 EStG u.a.:

Außergewöhnliche Belastungen sind gemäß § 33 EStG Kosten, die folgende Kriterien erfüllen:

Zu den außergewöhnlichen Belastungen zählen daher:


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